Dienstag, 11. November 2008

Demonstration gegen den Überwachungsstaat

„Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ - so das Motto einer Großdemonstration mit mehreren Zehntausend Teilnehmern am 11.10.2008 in Berlin.

Bürgerinitiativen fordern für jeden Bürger das Recht ein, in einer Privatsphäre frei von staatlicher Kontrolle zu leben. Also keine Speicherung von Telekommunikationsdaten, keine Online-Überwachung („Bundestrojaner“), keine Weitergabe von persönlichen Flugreisedaten, keine flächendeckende biometrische Erfassung von Bürgern. Gerade der Schutz des Privaten ist ein wesentliches Kennzeichen einer freien und offenen Gesellschaft und darf nicht durch immer weiter reichende Kontroll-Gesetze schleichend ausgehöhlt werden.

Auch in anderen EU-Ländern richten sich an diesem Tag Protestaktionen gegen staatlich verordnete Überwachungsmaßnahmen. Alle Initiativen folgen demselben Leitmotiv: „Freedom not Fear!“.

Weblinks:
http://www.freiheit-statt-angst.de

Fotos:
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Samstag, 4. Oktober 2008

Demonstration für den Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan

Dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan den Wiederaufbau notfalls auch mit militärischen Mitteln absichern?

Soll die Bundeswehr sich an einer militärischen Großoperation gegen den internationalen Terrorismus beteiligen - in einer Tausende Kilometer von Deutschland entfernten Region?

2002 meinte der damalige deutsche Verteidigungsminister, die Sicherheit Deutschlands werde auch am Hindukusch verteidigt. In der deutschen Bevölkerung wächst jedoch die Skepsis angesichts nur schleppender Fortschritte und immer neuer ziviler Opfer.

Am 20. September 2008 demonstrierten in Berlin Friedensinitiativen für den Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan - unmittelbar vor der im Oktober anstehenden Abstimmung des Bundestages über die Verlängerung des deutschen Bundeswehreinsatzes.


Weblinks:
http://www.afghanistandemo.de/

Fotos:
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Montag, 1. September 2008

Mittwoch, 27. August 2008

Denk mal nach! Mahnmal gegen Kindesmissbrauch

Ein Käfig aus rostigen Eisenstangen, 3m hoch, breit und tief, darin ein blankes, verrostetet Eisenbett. Auf dem Bett liegt eine aus Metall nachgebildete BILD-Zeitung mit dem Zitat des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder: "Kinderschänder wegschließen - für immer!"
Kurz nachdem im Sommer 2001 wieder einmal ein achtjähriges Mädchen in Deutschland missbraucht und ermordert worden war, hat Schröder mit dieser Parole seine Position in einem Interview dargestellt.

Das Mahnmal steht seit 2007 vor dem Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in Berlin, einem sehr lebendigen Ort, der Kindern, Jugendlichen, Familien vielfältige sportliche und kulturelle Angebote bietet. Besucher des FEZ kommen automatisch an dem Mahnmal im Eingangsbereich vorbei und "stoßen" somit wortwörtlich auf das Thema Gewalt gegen Kinder.
Initiator des Mahnmals ist die Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V. Der Verein möchte mit dem Mahnmal keine konkreten Forderungen stellen, wohl aber auf diese Weise das Thema Kindesmissbrauch in die öffentliche Diskussion rücken und Menschen dafür sensibilisieren.

Weblinks:
http://www.initiative-gegen-gewalt.de/htmls/06denkm1.htm

Fotos:
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Mittwoch, 2. Juli 2008

Kein Kiez für Nazis - Stadtteilaktion gegen Rechtsextremismus

Berlin-Friedrichshain ist ein traditionell linker Bezirk, der unter anderem von seinen multikulturellen Aktionen und Szenekneipen lebt. Immer wieder versuchen Rechte mit teils gewaltsamen Aktionen darauf Einfluss zu nehmen. So bedrohen sie "links aussehende" Personen auf offener Straße, schließlich überfallen sie sogar das alternative Zentrum im Samariterviertel.

Aufgrund der sich häufenden rechten Attacken entsteht im Samariterviertel ein breites Bündnis aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und lokaler Antifa-Gruppen. Ihr gemeinsames Motto: "Kein Kiez für Nazis!"
Demonstrativ werden Plakate gegen Nazis in Schaufensterscheiben und in Cafés gehängt, an Haus- und Eingangstüren, auf Parkbänke und auf öffentliche Mülleimer ...

Weblinks:
Lokale Initiative gegen Rechtsextremismus in Berlin-Friedrichshain: http://www.initiative-gegen-rechts.de/

Fotos:
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Dienstag, 1. Juli 2008

Wandgemälde Monimbóplatz Berlin-Lichtenberg

Auf eine 255 qm große Hauswand malt der nicaraguanische Manuel García Moia ein Giebelwand-Gemälde mit dem Titel "Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978".

Monimbó ist das indianische Viertel der nicaraguanischen Stadt Masaya, das sich 1978 an einem landesweiten Generalstreik gegen den despotischen Präsidenten Anastasio Somoza beteiligt. Somoza lässt daraufhin die Nationalgarde in Monimbó einmarschieren, die den Aufstand blutig nierderschlägt.

Manuel García Moia, geboren in Monimbó und Nationalpreisträger für naive Kunst Nicaraguas, erhält den Auftrag für das Wandgemälde 1985 vom Magistrat von Berlin und dem Kulturministerium der DDR.

Weblinks:
http://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Garc%C3%ADa_Moia

Fotos:
http://fotopolitics.de/fotopolitics_thumbnails.php5?galleryid=9&topicid=6

Christopher-Street-Day Berlin 2008

Politische Kundgebung? Fleisch-, Nabel- und Strapsenschau? Karneval? Einsatz für Menschenrechte? Der Christopher-Street-Day (CSD) hat von allem etwas.

Das Leitmotto 2008 spielt auf die Gewalt an, der viele Homosexuelle weiterhin ausgesetzt sind: "Hass Du was dagegen" vor einem küssenden Paar, auf das eine Hand mit einer Pistole zielt.

Auffällig in diesem Jahr auch wieder die Präsenz beinahe aller im Bundestag vertretenen Parteien: fahnenschwenkende SPD-Anhänger, CDU-Truck, Wagen von der LINKEN und den GRÜNEN - alle haben mitgemacht (lediglich die FDP ist uns nicht unter die Augen gekommen).

Eine Gruppe von Amnesty International demonstrierte am eindeutigsten für die weltweite Durchsetzung gleichgeschlechtlicher Liebe als Menschenrecht: auf Tafeln wurden ausgewählte Länder angeprangert, in denen Homosexualität mit langen Haftstrafen geahndet wird.


Weblinks:
Christopher-Street-Day in Berlin: http://www.csd-berlin.de/
(Internationale) Geschichte des Christopher-Street-Day: http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Street_Day

Fotos:
http://fotopolitics.de/fotopolitics_thumbnails.php5?galleryid=13&topicid=2