Montag, 13. Juli 2009

MegaSpree - Demoparade gegen Investorenpläne

"Gegen Privatisierung und Betonierung, für eine kulturell vielfältige, freie und soziale Stadt" - unter diesem Motto wehren sich Künstler, Clubbetreiber und alternative Gruppen gegen eines der größten Investorenprojekte in Berlin: Mediaspree.
Bauplanungen unterschiedlicher Firmen sehen vor, unmittelbar am Ufer der Spree im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg neue kommerziell genutze Gebäudekomplexe zu errichten.
Dagegen protestieren bereits ansässige Gruppen und Bewohner, die ein "Spreeufer für alle" fordern. Eine von vielen Aktionen ist die Demonstration am 11. Juli 2009.

Weblinks:
http://www.megaspree.de/

Fotos:
http://fotopolitics.de/fotopolitics_thumbnails.php5?galleryid=23&topicid=2

Freitag, 8. Mai 2009

Der verlassene Raum

Ein Denkmal zur Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten Juden aus Berlin auf dem Koppenplatz - mitten im früheren jüdischen Viertel von Berlin (Scheunenviertel).
Ein umgestoßener Stuhl, ein leerer Tisch symbolisieren Flucht und Gewalt, die Leere von Wohnraum nach Vertreibung seiner jüdischen Bewohner.

Den Denkmal-Platz umrandet ein Schriftbanner mit einem Zitat aus dem Gedicht "O die Schornsteine" der jüdischen Autorin Nelly Sachs:
... O die Wohnungen des Todes, / Einladend hergerichtet / Für den Wirt des Hauses, der sonst Gast war. / O ihr Finger, / die Eingangsschwelle legend, / Wie ein Messer zwischen Leben und Tod - / O ihr Schornsteine, / O ihr Finger, / Und Israels Leib im Rauch durch die Luft! Nelly Sachs 10. Dezember 1891 Berlin - 12. Mai 1970 Stockholm

In der offiziellen Geschichtspolitik der früheren DDR wird die Verfolgung der Juden kaum thematisiert. Dies ändert sich erst in den 80er Jahren infolge Folge der sich langsam verbessernden Beziehungen zu Israel.
Anlässlich des 50. Jahrestags der Pogromnacht schreibt der Magistrat von Ost-Berlin 1988 einen Wettbewerb aus, aus dem dieses erste große Denkmal-Projekt der früheren DDR "für das Wirken der jüdischen Bürger in Berlin" hervorgeht. Erst 1996 wird der Entwurf im Rahmen des Senatsprogramms "Kunst im Raum" aufgestellt und eingeweiht.
(Künstler: Bildhauer Karl Biedermann in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektin Eva Butzmann)

Fotos:
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Mittwoch, 6. Mai 2009

Mauerreste am Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz im Zentrum Berlins war bis zum 2. Weltkrieg ein zentraler Verkehrsknotenpunkt und einer der belebtesten Plätze Berlins.

Nach dem Krieg verliefen hier im "Dreiländereck" die Grenzen des sowjetischen, amerikanischen und britischen Sekors. Mit dem Bau der Mauer 1961 verwandelte sich der Platz in ein zweigeteiltes brachliegendes Areal.

In den 90er Jahren - nach dem Fall der Mauer - entwickelte sich der Platz zu einem modernen Stadtzentrum. Einzelne Teile der zunächst komplett abgerissenen Mauer wurden später auf dem Platz wieder aufgestellt.


Fotos:
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Mittwoch, 11. März 2009

Demonstration gegen rechtes Modegeschäft

Das neu erföffnete Modegeschäft Tromsø in Berlin-Friedrichshain bietet Kleidung der Marke Thor Steinar an - ein in rechtsextremen Kreisen sehr beliebtes Modelabel. Das Geschäft befindet sich zudem ausgerechnet in dem Gebäude, in dem während der NS-Zeit das berüchtigte Lokal Keglerheim war - Treffpunkt gewaltbereiter SA-Anhänger, die in besagtem Keglerheim auch Oppositionelle festhielten und misshandelten.
Das Bündnis "Initiative gegen Rechts" ruft am 7. März 2009 - eine Woche nach der Eröffnung - zu einer Demonstration für ein multikulturelles Stadtviertel ohne Nazis auf.



Weblinks:
http://www.initiative-gegen-rechts.de

Fotos:
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Samstag, 14. Februar 2009

Liebknecht-Luxemburg-Demonstration (LL-Demo)

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht - bedeutende Führer der europäischen Arbeiterbewegung - wurden am 15.01.1919 von reaktionären Soldaten ermordet.

Ihnen zum Gedenken sowie für ein sozialistisches Gesellschaftsmodell ziehen alljährlich im Januar mehrere Tausend Menschen vom Frankfurter Tor bis zu ihren Grabstätten in der Gedenkstätte der Sozialisten (Zentralfriedhof Friedrichsfelde).

Zu DDR-Zeiten war die Gedenkveranstaltung für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Teil des offiziellen (Pflicht)Programms. Seit der Wiedervereinigung wird die Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichtenberg am zweiten Sonntag im Januar weiterhin von bis zu 100.000 Menschen besucht.


Weblinks:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebknecht-Luxemburg-Demonstration

Fotos:
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Mittwoch, 26. November 2008

Tag der Erinnerung und Mahnung

Fahrrad fahren gegen das Vergessen - der Tag der Erinnerung und Mahnung beginnt am 14.09.2008 mit einem Fahrradcorso quer durch Berlin. Mit Fahnen an Gepäckträgern und Rucksäcken fährt der Corso zu Orten, die an Opfer und Gegner der Nationalsozialisten erinnern.

Anschließend stellen Vereine, Parteien, Organisationen an Ständen und auf einer Bühne auf dem Marx-Engels-Forum ihre politischen Initiativen vor.

Ziel des jährlich stattfindenden Aktionstages ist es, das Gedenken an die Opfer des Naziterrors lebendig zu halten und die verheerenden Auswirkungen von Diktaturen zu verdeutlichen. Auch politische Themen der Gegenwart wie z.B. der Einfluss rechter Parteien im heutigen Deutschland und Möglichkeiten, dagegen aktiv zu werden, rücken an diesem Tag in den Mittelpunkt.

Das Leitmotiv des Aktionstages: Erinnern - Gedenken - Handeln

Weblinks:
http://www.tag-der-mahnung.de

Fotos:
http://www.fotopolitics.de/fotopolitics_thumbnails.php5?galleryid=17&topicid=1