Mitten im Zentrum Berlins befindet sich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas - ein Areal mit 2.711 Stelen (Betonpfeiler) über der Erde und einem unterirdischen Informationszentrum zu jüdischen Lebensschicksalen im Holocaust.Das Stelenfeld ist beinahe zwei Fußballfelder groß und wird von einem Netz aus schmalen Gängen durchzogen. Wer sich durch dieses Betonlabyrinth bewegt, kann sich bisweilen orientierungslos, irritiert, vielleicht sogar verängstigt fühlen. Das war auch die Absicht des Architekten Peter Eisenmann, der mit dieser begehbaren Architektur eine "Zerstörung der Illusion von Sicherheit" nachempfinden möchte.
Besucher erkunden diesen Ort auf sehr unterschiedliche Weise: manche wandeln nachdenklich durch die Gänge oder stehen minutenlang schweigend zwischen den Stelen. Manchmal gleicht die Atmosphäre aber eher einem Volksfest: Menschen sitzen auf den Stelen und lecken Eis, Jugendliche hüpfen auf den Stelen über das Gelände, Kinder rennen mit Luftballons durch die Korridore, unzählige Kameras klicken nach den Schnappschüssen ...
Weblinks:
http://www.stiftung-denkmal.de/
Fotos:
http://www.fotopolitics.de/fotopolitics_thumbnails.php5?galleryid=1&topicid=1
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